medicus Therapiezentrum für Ganzheitsmedizin

Ganzheitsmedizin
Unsere Philosophie

Dr. Gerhard Hubmann

dr-gerhard-hubmann-ganzheitsmedizin » Es gibt nur eine Medizin, und es liegt in unserer Kunst, verschiedene Aspekte und therapeutische Richtungen als 'Ganzes' zu betrachten und alles nur Mögliche zum Wohl des Patienten zur Anwendung zu bringen.«

 

Gedanken und Worte zur Ganzheitsmedizin

In meiner Vorstellung exisierte immer das Idealbild eines Haus- und Familienarztes der alten Schule, der dem Menschen Hilfe nicht nur in der somatischen, sondern auch in der psychosozialen und menschlichen Dimension zukommen lassen konnte. Viele erfahrene Hausärzte erfassen die Zusammenhänge zwischen menschlicher Dimension und Krankheit intuitiv und handeln entsprechend. Die einschneidenste und wertvollste Erfahrung auf meinem eigenen Weg in die ärztliche Praxis habe ich bei einem solchen Hausarzt der alten Schule gemacht (Dr. Schreiner aus dem 23. Wiener Gemeindebezirk), dem ich schon während meines Medizinstudiums zur Seite stehe durfte. Ich hatte dabei die Gelegenheit, zahlreiche Therapiemethoden in der Praxis zu erlernen - bei einem Arzt der alten Schule, der offen gegenüber damals von Schulmediziner heftig kritisierten "alternativen" Heilbehandlungen war. Der ganzheitsmedizinisch tätige Arzt steht heute nicht nur im Spannungsfeld von schulmedizinischen und komplementärmedizinischen Therapiemethoden, sondern auch im Brennpunkt gesellschaftlicher, gesundheitsökonomischer und bewusstseinsverändernder Entwicklungen einer neuen Zeit.

Ganzheitliche Denkweise ist der Ausdruck eines Weltbildes, das den Menschen wieder als Einheit von Körper, Geist und Seele in seiner Umwelt sieht und ihn in seiner Beziehung zur Natur wieder dahin stellt, wo er sich über Jahrtausende befunden hat.

Ganzheit bedeutet für mich eine allumfassende, holistische und immer mehrere Möglichkeiten offen lassende Begrifflichkeit und hat nichts mit dem zu tun, was üblicherweise als "alternativ" abgestempelt wird. Alternativmedizinische Methoden oder auch der Bereich der Komplementärmedizin, gepaart mit der Schulmedizin, ergeben für mich eine Heilkunde, die dem ganzheitlichen Prinzip schon näher kommt. Genau dort, wo einseitige Sichtweisen postuliert werden, wird das Ganz Sein der menschlichen Persönlichkeit verhindert. Die naturwissenschaftlich orientierte Medizin hat in Bezug auf Forschung, Diagnostik, und Behandlungsmöglichkeiten einen ganz enormen Fortschritt gemacht. Aber es stellt sich nun die Frage, ob diese naturwissenschaftliche Medizin dem heutigen Begriff des Krankseins, beziehungsweise der subjektiven Erfahrung des Einzelnen über seine "Krankheit" oder seine "Gesundheit" genügt. Dazu kommt, dass die Ganzheitsmedizin nicht nach dem "eingebildeten", sondern nach dem ausgebildeten Kranken verlangt. Mehr als die reine "Pillen-Medizin" hängt der Erfolg hier von der Mitwirkung des Patienten ab. Nur der Arzt, der sich den Blick für die Ganzheit nicht verstellt, hat den dazu auch erforderlichen mündigen Patienten. Der Begriff Ganzheitsmedizin musste eigentlich entstehen, da es nach vermeintlichen Gegensätzen zwischen Schulmedizin und Komplementärmedizin notwendig geworden ist, diese wieder zusammenzuführen. Für mich gibt es ohnehin nur eine Medizin, und es liegt in der Kunst des Arztes, beide Aspekte als Ganzes zu betrachten und beides zum Wohle des Patienten zur Anwendung zu bringen.

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