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Immuntherapie

Mobilisierung der Abwehrkräfte

Dr. med. Gerhard Hubmann

Durch neueste Erkenntnisse der modernen Immunologie ist eine zunehmende Zahl von Erkrankungen nachweislich auf eine Störung des Immunsystems zurückzuführen. Klar ist dies bereits für Tumore, virale, bakterielle Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen. Die Immunologie als relativ neue Disziplin der Medizin entdeckt laufend neue Botenstoffe (Zytokine), welche eine Schlüsselrolle in der Funktion der Abwehrzellen einnehmen. Ähnlich den Hormonen sind sie sehr kurzlebig und in winzigsten Mengen hochwirksam. Würde man nun diese Zytokine in wägbaren Dosen zuführen, hätte dies beträchtliche Nebenwirkungen und wäre unphysiologisch.

Die Mikroimmuntherapie hingegen bedient sich den Prinzipien der Homöopathie, die Substanzen in hohen Verdünnungen, genannt Potenzen, zuführt. Dr. Marishai und Dr. Jaener haben in jahrzehntelanger Forschung jene Verdünnungsstufen ermittelt, die optimale Wirkung bezüglich Stimulation beziehungsweise Dämpfung von Immunrektionen besitzen. Bestimmte Potenzen ein und desselben Zytokins stimulieren, andere dämpfen das Immunsystem. 

Der Ansatz der Mikroimmuntherapie ist jedoch im Wesentlichen schulmedizinischer Art. Die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse der immunologischen Grundlagenforschung stellen die Basis dar. Sie beruht auf einer Modulation des Immunsystems mit dem Ziel, dessen Gleichgewicht wieder herzustellen.

Die Mikroimmuntherapie arbeitet mit Zytokinen (Interleukinen) und mit spezifischen Nukleinsäuren (Oligonukleotide als Zellkernbestandteile). Letztere kommen hier zum Einsatz, um auf der Gen-Ebene die Vermehrung eines Erregers oder von menschlichen Zellen zu beeinflussen. Alle Substanzen der Mikroimmuntherapie werden rekombinant hergestellt, das heißt, sie sind biotechnischen und nicht tierischen oder menschlichen Ursprungs, es besteht also keine Gefahr der Infektion (BSE etc.).
Bei bestimmten Virus- und Autoimmunerkrankungen ist zur Therapieauswahl der Immunstatus (T4 und T8 Lymphozyten) maßgeblich. Auch der Therapieerfolg ist mittels Laborbefund dokumentierbar. Abhängig vom Immunstatus (hyper- oder hyporeaktiv) werden Zytokine und spezifische Nukleinsäuren in bestimmten, periodisch wechselnden Potenzierungen verabreicht. Die Aufnahme erfolgt durch die Mundschleimhaut (sublinuale Verabreichung).

Klinische Beobachtungen zeigen, dass die Mikroimmuntherapie mit konventionellen Therapieformen gut kompatibel ist und sogar synergistische Effekte erzielt werden können.


Anwendungsgebiete

 
  • Virale Erkrankungen:
    Herpes simplex und genitales, Epstein-Barr Virus, Cytomegalie, Hepatitis A,B,C, Chlamydien, Warzen, Papillomavirus, HIV

  • Autoimmunerkrankungen:
    Rheumatoide Arthritis, MS, Spondylarthritis, Autoimmunthyreoiditis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa

  • Krebs und Maligne Bluterkrankungen:
    Leukämie, Hodgkin und Non Hodgkin Lymphom, multiples Myelom

  • Erkrankungen, die mit einer Immunschwäche verbunden sind:
    chronische Müdigkeit, häufige Infekte

  • Genetische Erkrankungen

Vorteile der Mikro-Immuntherapie

 
  • Therapeutische Wirksamkeit

  • Einfache Verordnung

  • Keine Toxizität

  • Nebenwirkungsarm

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